Meldepflicht aufgrund des Geldwäschegesetzes

Das Geldwäschegesetz wird in unterschiedlichen Ländern auch immer ein wenig anders gehandhabt. In Deutschland sind Banken und Versicherungen dazu verpflichtet, dass sie eine Meldung machen, sobald der Verdacht einer Geldwäsche besteht.

Das Bankgeheimnis, das solange gehütet wurde, ist mit dem Geldwäschegesetz endgültig gefallen. Mit dem Geldwäschegesetz sollen aber nicht nur Waffenhandel und Terrorismus bekämpft werden, sondern auch der Steuerhinterziehung soll ein Riegel vorgeschoben werden. Durch das Geldwäschegesetz sind nicht nur Banken und Versicherungen verpflichtet, dass eine Meldung bei einem Verdacht gemacht wird, sondern auch Zollbeamte, Immobilienmakler und Steuerberater.

In Deutschland muss ab einer Grenze von 15.000 die Identität des Kunden festgestellt werden. Zudem muss dieser Geldfluss auch immer protokolliert werden, wobei die Unterlagen über mehrere Jahre hinweg aufgehoben werden müssen.

In Österreich müssen Behörden, Banken und Steuerberater eine Transaktion melden, die einen festgelegten Betrag übersteigt. Wenn Anfragen durch eine Behörde gestellt werden, die sich z. B. im Rahmen eines Strafprozesses befinden, dann müssen Auskünfte erteilt werden.

Bestehen keine Verdachtsmomente, dann besteht laut Geldwäschegesetz auch keine Meldepflicht. Bei der Feststellung der Identität müssen lediglich der Name und auch die Daten des Ausweises vermerkt werden. Wenn Behörden eine Nachfrage stellen, dann sind diese Daten nicht nur bereitzustellen, sondern müssen auch übermittelt werden. Wenn kein Verdacht besteht, dann sind Banken und Versicherungen in einigen Industriestaaten aber nicht verpflichtet, dass sie eine Meldepflicht leisten.



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In Deutschland haben Banken und dergleichen aber auch bei einem Verdacht eine Meldepflicht. Somit muss aufgrund des Geldwäschegesetzes auch auf Verdacht eine Anzeige gestellt werden, die dann aber wieder fallengelassen werden kann, wenn sich dieser Verdacht nicht bestätigt. Es besteht zudem auch eine Meldepflicht, wenn darauf geschlossen werden kann, dass der Vertragspartner nicht allen Pflichten nachkommt und nicht alle Wege des Geldes offen legt.

Indikationen, die auf eine Geldwäsche hindeuten können:

- Zahlreiche Konten, die immer wieder mit Beträgen gespeist werden
- Bareinzahlungen, die sich in sehr großen Beträgen äußern
- Lagerung und auch Mitführen von hohen Geldbeträgen
- Geldtransporte, die einen Wert von 10.000 Euro übersteigen
- Schlechte Konditionen bei der Anlage des Geldes werden einfach hingenommen